Mit Schlittenhunden gegen Umweltzerstörung in Chile
120 Leídos
Un interesante documental ha salido por estos dias en ARD, el cual muestra como un grupo de voluntarios pretende de una forma pacifista luchar contra una causa en chile.
Existe un video sobre el tema el cual puede ser visto en este link
Da kommen sie: die sibirischen Huskies und ihre Artgenossen aus Alaska. Nach ihrem Transport im engen Massenzwinger toben die Kraftpakete vor Bewegungsdrang, immer wieder müssen die Züchter – wie hier Konrad Jakob – sie beruhigen. Bald werden die Hunde sich bewegen, so viel ist klar. Vor ihnen steht die erste Andenüberquerung mit Schlitten in der Geschichte.
Hernán Cipriani, Huskie-Halter:
“In den Bergen passiert ständig etwas Unvorhergesehenes, und wir müssen dann eine Lösung finden. Jetzt zum Beispiel: Es gibt zu wenig Schnee für die Schlitten, und für die Autos ist es zu glatt.”
Probleme noch, bevor die Tour überhaupt begonnen hat: die Huskies – Zugkraft bis zum Neunfachen ihres Körpergewichts – müssen die geländegängigen Servicewagen den Berg hinauf ziehen.
Ein internationales Team
Am nächsten Morgen: Teambesprechung vor dem Startschuss. Huskie-Freunde aus Argentinien, Chile, Neuseeland, Deutschland, den USA und der Schweiz planen die schwierige Logistik in den Anden Chiles. Organisiert hat die Tour der deutsche Auswanderer und frisch gebackene südamerikanische Meister im Huskiesport Konrad Jakob. Ihm und seinen Freunden geht es mit ihrer Aktion darum, die Aufmerksamkeit auf die einzigartige und bedrohte Natur zu lenken. Schwerstarbeit – gleich auf der ersten Etappe.
Konrad Jacob, Organisator Andenüberquerung:
“Zwei steile Pässe, sehr steile Pässe, wo wir auf allen Vieren hoch kriechen. Deswegen können uns die “Motos” nicht begleiten, also die Schneemobile.”
43 Huskies und sechs Schlitten – unter idealen Voraussetzungen und mit voller Geschwindigkeit starten die Teams vom Camp aus. Bereits wenige Minuten später: die Knochenmühle beginnt. Steigung: 60 Prozent! Auf dem schwierigsten Teilstück der 150-Kilometer-Tour von Chile bis nach Argentinien ist der Energieverbrauch gewaltig: für Tier und Mensch. Doch die Huskies lieben es, sich anzustrengen, und ihre Herrchen sehen einen höheren Sinn darin.
Hernán Cipriani, Südamerika-Champion
“Wir haben unsere ganze Kraft in dieses Projekt gesteckt. Unser Ziel ist es, mit unserer Andentour diese einzigartige Natur zu schützen, wir dürfen sie einfach nicht verlieren.”
Die Hundefreunde haben sich wegen ihrer Liebe zur Natur in den Anden niedergelassen. Eine absolut extreme Woche liegt vor ihnen und ihren Huskies. Am späten Nachmittag erreichen sie das erste Camp. Nach ihrem 12-Stunden-Tag müssen – wie jeden Abend – zuerst die Hunde gefüttert werden. Das dauert noch mal mehrere Stunden.
Gastón Calluqueo ist der Chef der indigenen Mapuche in der chilenischen Region. Er hat von der Naturschutzkampagne gehört: Besuch im Camp Icalma, in der Nähe der Grenze. Die Indios sind von diesem außergewöhnlichen Projekt begeistert. Endlich einmal kommen Leute vorbei, die für die gleiche Sache kämpfen wie sie: den Schutz ihres Lebensraumes.
Er beklagt sich, dass ein spanischer Konzern bereits große Teile des Waldes vernichtet habe.
Die ungewöhnliche Hundeaktion im Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien kommt gerade zur rechten Zeit, findet Gastón, und er will uns dorthin führen, wo westliche Firmen bereits ganze Wälder abgeholzt haben, vor allem die sensiblen, bis zu 2000 Jahre alten chilenischen Araukarien. Von den Samen müssen sich die Indios oft im Winter ernähren, da es sonst keine Nahrung gibt.
Gastón Calluqueo, Mapuche-Chef:
“Die Araukarie ist der Heilige Baum der Mapuche. Sie besitzt eine entscheidende Bedeutung für unsere ganze Kultur, und für unser Wissen. Dieser Baum ist unser Altar. Wenn die Firmen eine Araukarie fällen ist es genau so, als würden sie einen Freund töten, oder einen Teil unseres Geistes. Denn die Araukarie ist Teil von uns.”
Internationale Konzerne planen nun, in diesem Naturparadies gleich mehrere Staudämme zu bauen. Das wäre – so befürchten Kritiker – eine weitere Umweltkatastrophe.
Ein Tag der Schlittenhundetour durch die Anden, der bezeichnend ist für den gesamten Reiseverlauf: zuerst kommen die Huskie-Teams gut voran. Gleich in der Frühe feiern sie die Halbzeit der Acht-Tage-Tour, und den Grenzübertritt nach Argentinien. Doch schon kurz danach beginnt es wieder zu regnen. Normalerweise sollten jetzt zwei, drei Meter Schnee liegen, doch der extreme Klimawandel macht den Enthusiasten einen Strich durch die Rechnung. Die Hunde schleifen ihre Schlitten über den blanken Asphalt… Dennoch: doch die Tour wird fortgesetzt.
Konrad Jakob, Organisator Andenüberquerung:
“Ja, wir gehen weiter und wollen die Nachricht nach draußen schicken, dass wir hier sind, dass wir eine internationale Gemeinschaft sind, und alle zusammen wollen wir helfen, und die Nachricht in die Welt schicken: Hey, hier ist was faul.”
Die erste Überquerung der Anden mit Huskies: Es mag effektivere Wege geben, auf die drohende Umweltzerstörung aufmerksam zu machen – aber mit Sicherheit keinen, der faszinierender ist.